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Unser Projekt : Die neue HNO-Klinik in Asmara - Chronologie des Baufortganges

  • Chronologische Übersicht über den Fortgang des Baues der neuen HNO-KLinik in Asmara. Weitere Informationen über einzelne Bauabschnitte können Sie den Reiseberichten entnehmen.


Eritrea liegt in Ostafrika an der südwestlichen Küste des roten Meeres

Das Land hat ca. ca. 6 Millionen Einwohner. 52 % Christen und 48 % Moslems leben friedlich miteinander.

Hauptstadt des Landes ist mit ca. 600 000 Einwohnern Asmara, auf einer Hochebene in 2400 m Höhe gelegen und nur ca 70 km Luftlinie entfernt vom roten Meer

Trotz grosser Fortschritte auf manchen Gebieten ist die medizinische Versorgung 17 Jahre nach dem 30 Jahre dauernden Unabhängigkeitskrieg gegen Äthiopien immer noch katastrophal.

Für ca 6 Millionen Menschen gibt es nur zwei eritreische HNO - Fachärzte:

Dr. Alem Teclu und Dr. Simon Haile


2005 gründete Prof. Dr. med. Eberhard Stennert ( ehemals Ordinarius der HNO-Universitätsklinik Köln ) mit 8 weiteren HNO-Ärzten den gemeinnützigen Verein “Medcare for People in Eritrea e.V.“ Der Verein hat zur Zeit etwa 30 Mitglieder.


Zweck des Vereins ist die Verbesserung der HNO - ärztlichen Grundversorgung der Bevölkerung in Eritrea
Die 3 Wege zur Erreichung dieses Zieles:

- 1. Bau eines Hospitals

- 2. Entsendung von Teams von Ärzten und Schwestern zur Behandlung von Patienten

- 3. Ausbildung von eritreischen Fachärzten und Hilfskräften ( Hilfe zur Selbsthilfe )


Das Gesamtkonzept des Hospitals umfasst 3 Bauteile:

- 1. eine Ambulanz ( House 1 )

- 2. ein Bettenhaus inclusive Unterrichtsräumen ( House 2 )

- 3. ein OP-Zentrum mit 2 OP-Räumen ( House 3 )



House 1 - Die Ambulanz wurde im November 2010 feierlich eingeweiht



Klaus Peter Schick, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland und

Dr. Habteab, Direktor des Orotta Hospitals bei der Festansprache

Prof. Stennert bei der Schlüsselübergabe an Gesundheitsministerin Amina



Nahezu das gesamte Instrumentarium (inclusive Endoskope) für Ambulanz und OP wurde von der Fa. Storz ( Tuttlingen ) gespendet.


Behandlungszimmer




Der als kleiner Eingriffsraum geplante OP der Ambulanz


Seit der Eröffnung der Ambulanz im November 2010 sendet Medcare in regelmäßigen Abständen Teams von Ärzten, OP - Schwestern und Technikern nach Asmara um Patienten zu operieren und die medizinischen Geräte zu warten. Die Aufenthalte dauern meist 1-2 Wochen. Bis zur Fertigstellung des OP-Zentrums müssen mangels Alternativen im Eingriffsraum der Ambulanz auch alle grossen Eingriffe durchgeführt werden.

Ende 2014 signalisierte die Eritreische Regierung grünes Licht für den Bau des neuen Bettenhauses. Zu diesem Zeitpunkt standen die Handwerker unserer Schwesterorganisation ArcheMed, die die Ambulanz gebaut hatten, nicht mehr zu unserer Verfügung.

Glücklicherweise hat sich dann in Aschaffenburg und Umgebung rasch ein Team von Handwerkern aller Gewerke gefunden, die bereit sind, ihren Urlaub und ihre Freizeit für unsere gemeinsame gute Sache zu opfern und all ihre Erfahrung und ihr Wissen einzubringen.


In Kurzeinsätzen im November 2014, sowie im Februar und Juni 2015 wurden der Bauplatz inspiziert und vermessen und die Abwasserrohre verlegt.Um die Leerrohre für Strom und Wasser in die Backsteinwände verlegen zu können müssen vor dem Aufbringen des Beton-Ringankers Schlitze ausgestemmt werden.

(s. folgende Bilder)


Charly und Jens mit Achim Glahn, unserem Architekten, der aus Berlin angereist ist

Achim, Nirayo (Chefingenieur des Gesundheitsministeriums) und Mr. Wu von der chinesischen Baufirma


Das Gefälle muß stimmen !

Stahlkonstruktion für die Ringanker



ca 150 Schlitze für die Leerrohre bedeuten 1 Woche harte Arbeit. nachdem Charly mit der "Flex" vorgeschnitten hat wird mit dem Bohrhammer ausgestemmt

Jens unser Sanitär-Spezialist überprüft den Wasserstand und damit die Dichtigkeit des HNO-eigenen Reservoirs.


Kaum wieder zu Hause, laufen schon die Planungen und Vorbereitungen für die nächsten Einsätze. Alles benötigte Material muss organisiert und per Container nach Asmara transportiert werden, da es In Eritrea entweder nicht zu bekommen ist, oder die Qualität nicht unseren Anforderungen entspricht.

Unser Stellplatz liegt in einem Industriegebiet, sodass wir die Container auch am Karfreitag beladen können. Ca. 40 Tonnen Material, u.a. Rigipsplatten und die Metall-Unterkonstruktion für Decken und Zwischenwände, Fliesen, Zement und Elektromaterial, werden verstaut.




Großeinsatz November 2015

Nachdem die Container angekommen sind fliegt Im November 2015 unserer Handwerkerteam mit 14 Mann nach Asmara, um innerhalb von 2 Wochen den kompletten Innenausbau des Bettenhauses zu bewältigen.


Die Waschbecken und Armaturen sind Teile der Materialspenden, die unsere Handwerker organisiert haben

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Das neue Bettenhaus steht.Die schmucken Holzgitter vor den Fenstern fehlen noch, ebenso wie der Sonnenschutz über den Gehwegen


Um unabhängig von der allgemeinen Wasserversorgung der Klinik zu sein, hat Jens für unser eigenes Reservoir eine separate Zuleitung konstruiert, um notfalls mit dem Tankwagen Frischwasser nachzufüllen.

Nach einem langen Arbeitstag freuen wir uns auf ein gemütliches Beisammensein im Aufenthaltsraum. Obwohl unsere Ambulanz-Schwestern uns jeden Tag zum Lunch mit Pasta und Reis, Tee und Kaffee verwöhnen, freuen wir uns ab und zu auf fränkische Kost. Kartoffelsalat und Rindswürste, Essiggurken und Senf hat Charly organisiert und auf unbekannten Wegen nach Asmara transportiert. Unsere eritreischen Mitarbeiter mit Familien sowie Schwestern anderer Kliniken kommen gerne dazu und sind herzlich eingeladen.


Wochenend-Ausflug nach Massawa am roten Meer. Dr. Alem und Dr. Ulla Schröder ( OÄ an der HNO-Universitätsklinik Lübeck ), sowie Johannes Duda und Veit Seibel begleiten uns. Dr. Habteab, Direktor des Orotta-Hospitals, stellt uns einen Bus für die Reise und Bereket als Fahrer.


Beim Besuch des Bundesministers für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Dezember 2015 ergab sich die Gelegenheit unser Projekt vorzustellen und Dr. Müller äusserte spontan die Absicht, das Projekt fördern zu wollen.

Nachdem die daraufhin beantragten Mittel vom BMZ freigegeben wurden konnten wir mit dem 3. Bauabschnitt beginnen.

Ein hübsches Gebäude aus der italienischen Kolonialzeit mit 50 bis 60 cm dicken Wänden und einer Raumhöhe von 5 1/2 Metern wird zum OP - Zentrum umgebaut


Im Herbst 2016 begannen die Eritreer mit umfangreichen Vorarbeiten. So mussten beispielsweise die bisher schmalen Türöffnungen auf eine Durchgangsbreite von 1,5 m für die OP-Türen verbreitert und einige Zwischenwände entfernt werden.


Schwere Leimbinder dienen zur Befestigung der abgehängten Decke, der OP-Mikroskope und OP-Leuchten


Nachdem die Vorarbeiten abgeschlossen sind fliegt Ende April / Anfang Mai 2017 wieder eine große Mannschaft nach Asmara um den Innenausbau des OP-Zentrums in Angriff zu nehmen.

Es müssen u.a. die Decken abgehängt, alle Türen eingebaut und der Kunstharzboden aufgebracht werden. Hierfür sind erstmals unsere Spezialisten Peter Paneff und Dominik Kessel dabei.

Für die Befestigung der OP-Leuchten und -Mikroskope an den Leimbindern in der Decke ist eine Sonderkonstruktion erforderlich, die wir vor Ort anfertigen.

Auch im Aussenbereich gibt es noch viel zu tun. Fliegengitter und Sonnenschutz müssen montiert, die Dachrinnen gereinigt und restauriert werden und und und ......



Im Oktober 2017 sind wir auf der Zielgeraden.

Zwei weitere Container mit Baumaterial und medizinischen Geräten sind auf den Weg nach Asmara. Peter, Jan und Charly haben die Verteiler montiert und die Elektroinstallation abgeschlossen.

Im November müssen nochmals "alle Mann" antreten um restliche Arbeiten und eventuell Reparaturen zu erledigen, damit die Klinik zur feierlichen Eröffnung am 05. Dezember 2017 optisch und technisch in optimalem Zustand ist. Den Innenhof und die Außenanlagen wollen die Eritreer selbst gestalten.

22.November 2017 Die ersten 8 Mann werden -wie bei fast allen Einsätzen- von der Feuerwehr Hösbach - Bahnhof zum Flughafen gebracht.

Es gibt noch reichlich Arbeit bis zur Eröffnungsfeier : u.a. sind mehrere Zwischenwände einzuziehen und die Türen zu montieren.

Im Bereich der Aussenanlagen ist ebenfalls noch viel zu tun. Am Gebäude ist aussen und innen die Wandfarbe auszubessern.

Ein Problem, das nicht so einfach zu lösen schien: der Laternenmast, an dem einige Strom- und Telefonkabel befestigt sind ist durchgerostet und abgebrochen. Das schwere obere Teil mit den noch intakten Kabeln hängt an einem einzigen Ast und droht jederzeit herunterzufallen. Wir schaffen es, noch vor der Eröffnung, ohne die Kabel zu durchtrennen oder zu beschädigen, den Knoten zu lösen, die Rohrenden wieder stabil zu verbinden und die Kabel erneut zu befestigen.


Kaum zu Glauben, aber wir werden rechtzeitig fertig ! Jetzt noch Stühle, Rednerpult und das Sonnensegel aufbauen, dann kann die feierliche Inauguration beginnen


05. Dezember 2017 Feierliche Eröffnung der neuen HNO - Klinik in Asmara / Eritrea

Das Team der Klinik erwartet im Haupteingang die prominenten Gäste. Man kann es sehen, alle sind glücklich ! Ganz rechts Dr. Simon Haile. Mitte rechts Journalisten des Schweizer Fernsehens


Dr. Zimmer, der deutsche Botschafter in Eritrea wird von Dr. Alem und Dr. Simon begrüßt

Das Handwerkerteam, Frau Stennert und Frau Keller, OP-Schwester Bärbel und Dr. Markmiller freuen sich auf die bevorstehende Feier

Gesundheitsministerin Amina Nurhussein und Prof. Stennert halten die Fest - Ansprachen

Nach dem offiziellen Teil der Feier, Plausch zwischen Prof. Stennert (li.), der Ministerin Im Laufe der Jahre, in denen man erfolgreich zusammengearbeitet hat ist man sich auch näher gekommen



Prof. Eberhard Stennert ( rechts ) Gründer von "Medcare for People in Eritrea e.V." und Initiator des Projektes: Bau einer neuen HNO-Klinik in Asmara, zur besseren medizinischen Versorgung der Bevölkerung in Eritrea und Dr. Ulrich Markmiller, Mitglied des Vorstandes von Medcare und Koordinator der Aufgaben und Aktivitäten des Handwerker-Teams.

Rundgang durch das Neue HNO-OP-Zentrum

Prof. Silvain Lacroix (links) ist in Begleitung des Schweizer Fernsehens angereist. Er hat bereits 1984 während des Unabhängigkeitskrieges in Asmara operiert und unterrichtet. Aus dieser Zeit stammen enge, bis heute andauernde Freundschaften


Ein Vorzeige-Projekt


Ohne unser Handwerkerteam : Charly Seibert, Jens Schwarzrock, Burkhard Müller, Gerdi Rettinger, Gotthard Kluger, Manfred Haines, Peter Schleinitz, Jan Sauer, Willibald Hennrich, Helmuth Fuchs, Felix Walther, Norbert Kessler, Peter Paneff und Dominik Kessel wäre Prof. Stennerts Vision trotz der großzügigen Unterstützung u.a. von "Bild hilft", der Industrie, dem BMZ und vielen privaten Spendern niemals Wirklichkeit geworden.




Medcare for People in Eritrea e.V.

Vorsitzender:

Prof. Dr. med. Eberhard Stennert

Geibelstraße 29-31

D - 50931 Köln
Germany

Telefon: +49 221 47897002
Telefax: +49 221 47897010

Email: info@medcare-eritrea.org

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Als gemeinnütziger Verein sind wir befugt, Spenden-Quittungen auszustellen.
Finanzamt Köln-West Steuer-Nr. 223 / 5913 / 0337
Vereinsregister des Amtsgerichts Köln Nummer: VR 14987


Spendenkonten:


PAX - Bank Köln

IBAN: DE93 3706 0193 0032 3330 10

BIC: GENODED1PAX


Sparkasse Aschaffenburg / Alzenau

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BIC: BYLADEM1ASA




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